Herbst – Zeit für Wandel, Ruhe und Dankbarkeit

Der Herbst ist eine Jahreszeit des Übergangs.
Das Licht wird weicher, die Tage werden kürzer, und die Natur zieht sich langsam zurück.
Was im Sommer in voller Fülle erblüht ist, darf nun losgelassen werden – ein natürlicher Prozess des Wandels, der uns daran erinnert, auch innerlich zur Ruhe zu kommen.

Loslassen und Ankommen

In der Psychologie steht der Herbst sinnbildlich für die Phase des Loslassens:
Alte Gedankenmuster, überflüssige Verpflichtungen oder innere Spannungen dürfen gehen.
Diese Zeit lädt ein, zu entschleunigen und sich auf das Wesentliche zu besinnen – ähnlich wie die Natur, die sich zurückzieht, um Kraft für Neues zu sammeln.

Eine einfache Übung:
Atme bewusst ein und stell dir vor, du nimmst Licht und Wärme auf.
Beim Ausatmen lässt du los, was du nicht mehr brauchst.
So entsteht Raum für Klarheit und innere Balance.

Yoga & Achtsamkeit im Rhythmus der Jahreszeit

In meiner Praxis und in den Stunden in der Villa Istra passen wir die Yoga- und Atemübungen an den Rhythmus des Herbstes an:
Sanfte, erdende Asanas wie Vrikshasana (Baumhaltung) oder Malasana (Yogahocke) schenken Stabilität.
Herzöffnende Haltungen wie Anjaneyasana (High Lunge) oder Ustrasana (Kamel) helfen, Wärme und Offenheit zu bewahren.

Die Praxis wird ruhiger, der Atem tiefer, die Verbindung zum Körper bewusster.
Yoga unterstützt uns, die Balance zwischen Aktivität und Rückzug zu finden – genau das, was diese Jahreszeit braucht.

Herbst in Istrien – Genuss mit allen Sinnen

Hier in Istrien zeigt sich der Herbst von seiner genussvollen Seite:
Die Kastanienwälder beginnen direkt vor der Haustüre, und beim Maronenfest feiert man die Fülle der Natur.
An kleinen Ständen werden regionale Produkte angeboten – Olivenöl, Honig, Wein, Kräuter – vieles davon stammt aus Familienbetrieben, hergestellt mit Handarbeit und Liebe.
Dazu Musik, Begegnungen und diese besondere Wärme, die spürbar macht, wie sehr die Menschen hier das Leben feiern.

Dankbarkeit als Haltung

Der Herbst erinnert uns daran, dankbar zu sein – für das, was war, und für das, was bleibt.
Dankbarkeit ist keine Emotion, die wir „haben“, sondern eine Haltung, die wir üben können.
Sie öffnet das Herz, macht uns resilienter und lässt uns das Schöne wahrnehmen – auch in Momenten des Wandels.

Ich bin dankbar, hier in Istrien leben und arbeiten zu dürfen – inmitten dieser Natur, mit der Möglichkeit, Yoga, Psychologie und Achtsamkeit miteinander zu verbinden.

Impulse für deinen Alltag

  • Starte den Tag mit drei bewussten Atemzügen – Einatmen: Licht, Ausatmen: Loslassen.

  • Nimm dir täglich einen Moment, um etwas aufzuschreiben, für das du dankbar bist.

  • Geh in die Natur – beobachte, wie sie sich verändert, ohne Widerstand, ohne Eile.

Der Herbst erinnert uns daran:
Balance entsteht nicht, wenn alles gleich bleibt,
sondern wenn wir bereit sind, mit dem Wandel zu fließen.

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